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5 Jahre Schnick Schnack Schön

Meine Learnings aus 5 Jahren Selbstständigkeit


Angefangen hat es ja aus Spaß. Wie bei so vielen anderen Hobbies. Ja, zu Beginn war es "nur" ein Hobby. Polymerton hat mich als Werkstoff echt gefesselt. Ich hatte einfach so viel Spaß dran auszuprobieren, was man mit Fimo alles machen kann. Nach und Nach waren alle Freunde und Verwandten versorgt, alle waren begeistert, mir hat es richtig viel Freude bereitet. Also warum nicht ein Business draus machen? Und das ist im Nachhinein mein größtes Learning:

EINFACH MAL MACHEN, KÖNNTE JA GUT WERDEN!


Plötzlich hatte ich so viele handgemachte Schmuckstücke zu Hause, dass ich mir dann irgendwann dachte: "Mensch, ich könnte die ja verkaufen!" Und das habe ich dann einfach mal versucht. Damals noch mit Dawanda. Einfach mal losgelegt. Neben meinem Job als Mutter und in einer Werbeagentur. Klar habe ich mir auch kurz mal Gedanken gemacht, ob ich irgendwelche Rechtstexte dafür brauche oder ob ich ein Gewerbe anmelden muss. Aber ich finde, es ist ok, am Anfang noch nicht alles zu wissen. Es ist ein Prozess. So habe ich am 1. März 2018 mein Gewerbe angemeldet.

Seitdem gibt es Schnick Schnack Schön. Und seitdem lerne ich jeden Tag dazu...;-)


Märkte als Gradmesser

Nach den ersten Verkäufen bei Dawanda habe ich mich dann relativ schnell auch auf die ersten Märkte getraut. Es hat Spaß gemacht und mir soviel konstruktives Feedback gebracht, meine Kundinnen mal live zu erleben und zu erfahren, was ihnen an meinem Schmuck gefällt und was eben nicht. So konnte ich viel lernen und mich weiterentwickeln. Klar hatte ich auch Bedenken, dass die Märtke total in die Hosen gehen könnten. Immerhin kosten einige ja auch echt viel Standgebühr, aber ich dachte mir: EINFACH MAL MACHEN! Und nach jedem Markt war ich auch ein bisschen schlauer.



Dawanda wurde zu ETSY

Als DaWanda den Betrieb Ende August 2018 einstellte, war mir sofort klar, dass ich zu Etsy gehen werde. So Viele haben so lange darüber diskutiert, ob man den Wechsel wagen sollten, aber für mich war klar: EINFACH MACHEN! Und im Nachhinein kann ich sagen, dass ETSY meinem Label soviel mehr Traffic gebracht hat.





Der Verkauf im Handel professionalisiert das Business

Auch der Verkauf in Fachvermietungsläden lief recht gut an. Ich suchte mir erst in Bayern ein paar Läden aus und taste mich so langsam ran. Immerhin bedeutete der Verkauf im stationären Handel ja auch, dass ich meine Produkte ganz anders präsentieren und beschriften musste. Dass ich mir Gedanken um Händlerpreise machen musste und wie mein Label nach Außen wirken sollte. Klar, liefen ein paar Läden nicht so gut. Aber dann einfach canceln und einen neuen Laden versuchen. Jeder Laden und jedes Publikum ist anders. EINFACH MAL PROBIEREN!



Der Corona-Booster

Den richtigen Kick bekam mein kleines Laben aber während der Corona-Krise. Fragt mich nicht warum, aber mein ETSY-Shop wurde regelrecht überrannt. Alle kauften monatelang nur noch online und das blieb zum Glück auch noch dem ersten Lockdown so. Ich schob monatelang Nachtschichten. Tagsüber arbeite ich im Homeoffice weiterhin in der Werbeagentur und meine damals 5-jährige Tochter war ja auch zu Hause (Kitas zu). Das war auf Dauer nicht mehr machbar. Eigentlich fackelte ich dann gar nicht lange und sagte meinem damaligen Chef im Frühling 2021, dass ich kündigen muss. Beides schaffte ich einfach nicht mehr.


Und ich freute mich auch unendlich drauf, mein kleines Label hauptberuflich führen zu dürfen. Klar, machte ich mir Sorgen, dass es mir keinen Spaß mehr machen würden, wenn ich damit Geld verdienen muss. Oder, dass es einfach nicht mehr so gut laufen würde.

Nach 3 Jahren nebenberuflicher Selbständigkeit wurde Schnick Schnack Schön als mein Hauptberuf. EINFACH MAL GEWAGT!




Vom Kleinunternehmer zum Regelunternehmer Kurz nach der Umstellung auf die hauptberufliche Selbstständigkeit kam dann auch schon das Ende des Kleinunternehmer-Status. Denn sobald man in Deutschland mehr als 24.000 Euro im Jahr Umsatz hat, wird man zum Regelunternehmer. Heißt, ich wurde Vorsteuerabzugspflichtig und musste ab dem Moment auf alle meine Waren auch noch 19% Steuern abführen. Das war eigentlich der erste Moment in meiner Selbständigkeit an dem ich am liebsten alles hingeschmießen hätte. Denn Steuern und Buchhaltung ist einfach gar nicht meine Welt. Aber Augen zu und durch. EINFACH MAL MACHEN, KÖNNTE JA KLAPPEN! Und das hat es auch. Zum Glück, hatte ich Hilfe von einer Steuerberaterin und meinem Mann.


Seitdem - toi, toi, toi - läuft es wirklich gut. Vielleicht bin ich manchmal auch ein wenig blauäugig in ein paar Sachen reingeschlittert, aber ich denke mir einfach immer, ich versuche es einfach mal. Heute ist mein Label 5 Jahre alt und ich bin richtig stolz auf mich. Einige Meilensteine habe ich seitdem auch noch gemeistert, wie zum Beispiel mein eigener Onlineshop hier. Auch auf diesen Blog bin ich echt stolz, weil es mir auch so viel Spaß macht, euch mitzunehmen. Und es wird auch noch Einiges kommen...Seid gespannt!


Meine Learning aus 5 Jahren Selbstständigkeit:




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